2/08/2016

Montagsfrage: Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?



Hallo meine Lieben!

Der Montag ist geschafft und bevor ich heute beginne über Kunstgeschichte zu verzweifeln (morgen Arbeit, drückt die Daumen!), möchte ich mich - und das nicht nur, weil ich eine Kunst-LK zu verdrängen habe *hüstel* - der dieswöchigen (erfundene Zeitangaben, ahu!) Montagsfrage widmen. Als ich heute früh kurz auf den Blog geschaut habe, weil ich mir die Frage zumindest gern durchlese, wenn ich schon nicht früh genug zum Beantworten aus dem Bett komme, war ich mal wieder sehr positiv über das großartige Thema, das die Frage von Bucherfresserchen diese Woche anschneidet, überrascht. Muss ich mal los werden, die Fragen sind immer sehr beantwortenswert und versüßen wahrscheinlich nicht nur mir den wahrscheinlich meist gehassten Tag der Woche.


Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?


Da mein Blog mit seinen 70 Abonnenten eine doch noch sehr gemütliche Reichweite an Lesern hat, bin ich tendenziell eher nicht einer der Kandidaten, dem Verlage unaufgefordert Rezensionsexemplare zusenden. Deshalb muss ich mich diesbezüglich ein bisschen ausklammern. Ich würde mich sicher im ersten Moment freuen (allein schon, weil ich unheimlich gern Post bekomme und zugeschickte Kontoauszüge von der Bank schlicht und ergreifend zu langweilig sind, um als diesbezüglich befriedigend durchzugehen), aber im nächsten Moment wäre da sicher so ein kleiner Dämpfer.

Wie Svenja schon sagte: Ich bin nicht Buchblogger, um mit Gratisbüchern überschüttet zu werden. Es ist sicher eine gute Gelegenheit für Geheimtipp-Autoren, an gute (und sicher auch ehrliche - das möchte ich gar nicht leugnen) Rezensenten für ihre Werke zu kommen, was ich schön finde (Förderung von jungen Talenten ist immer Bombe!). Aber es steht natürlich immer wieder die Frage im Raum, wie glaubhaft man wirkt, wenn die rezensierten Bücher alle (oder auch nur größtenteils oder sogar nur teilweise) gesponsert sind.

Damit möchte ich definitiv nicht sagen, dass von Verlagen zugeschickte Bücher etwas verwerfliches sind und die Blogger, die diese Bücher dann rezensieren, nicht mehr ehrlich zu ihren Lesern sein können. Ich habe oben ganz bewusst das Wörtchen "wirkt" verwendet. Es ist eine Sache, was und wie man ist, und eine ganz andere, wie man von anderen wahrgenommen wird. Ich für meinen Teil möchte als die Buchbloggerin wahrgenommen werden, die ich bin, also de facto als ehrlich und fair beim Rezensieren. Und es passiert viel zu schnell, dass Leute, nur weil sie gesponserte Videos/Blogeinträge etc. pp. veröffentlichen, als unglaubwürdig und geldgeil zerrissen werden - unabhängig davon, ob sie das nun tatsächlich sind oder nicht. 

Ich verurteile keinen Buchblogger, der Rezensionsexemplare kostenlos (und unaufgefordert) zugeschickt bekommt, ich finde es eigentlich sogar schön, dass dem ganzen Rezensieren im Internet damit auch ein gewisser Stellenwert zugesprochen wird, aber ich habe für mich persönlich entschieden, keine Rezensionsexemplare etc. anzufordern (von allein geschickt wird mir - weil mein Blog noch zu klein ist - ja sowieso nichts). Wenn ich ein Buch rezensieren will, dann kaufe ich es. Nicht nur, weil ich das persönlich als glaubhafter empfinde, sondern auch, weil es mir ein Buch sein Geld einfach wert ist, frei nach dem Motto: "Was du nicht wills, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu." - ich will Autoren rezensieren, weil ich mir die Geschichten ausgesucht habe und hinter der Entscheidung, mich mit dem Buch auseinanderzusetzen, stehe und nicht, weil sie eben gerade kostenlos durch die Lande geschickt wurden.

Antonia Ende.

Kommentare:

  1. Schönen guten Abend :)
    Ich drücke dir ganz fest für morgen die Daumen! Ich muss doppelt drücken, einen Daumen für dich und einen für meinen Bruder (praktische Fahrprüfung), das wird bestimmt werden. :)

    Was die Außenwahrnehmung angeht, sprichst du ein wahres Wort! Darüber hatte ich heute morgen gar nicht nachgedacht, aber du hast Recht, es wird ziemlich schnell geurteilt, wenn jemand viele sponsored Produkte oder Bücher oder was auch immer auf seinem Blog vorstellt. Da sollte man sich dann mal die "Mühe" machen und sich anschauen, wie der-/diejenige diese Dinge dann beurteilt.

    Ich bin was deine Meinung zu der Frage angeht, aber absolut bei dir!

    Sag mal nix hier, mit deinen 70 Leuten :D Bei mir kam gestern der vierte dazu! :D Aber ich hab mich gefreut, wie ein Honigkuchenpferd, weil (auf einmal, ganz plötzliche, keine Ahnung, wieso) das Follower Widget von Google auch wieder funktioniert und sich einbauen ließ. Ganz schwuppsdiwupps :D

    Nun gut, jetzt lass ich dich aber wieder in Ruhe weiterlernen :)

    Liebst
    Moony

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    1. Schönen Abend zurück ^^

      Daumen-Drücken hat - zumindest bei meiner mündlichen (ich hatte heute nämlich eine mündliche und eine schriftliche - wenn schon, denn schon) - sehr geholfen :D (Hoffe, dass dein Bruder auch seine Fahrprüfung gut gemeistert hat!)

      Mir fällt das bei Buchbloggern, bzw. Bloggern im klassischen Schreib-sinne gar nicht so schlimm auf, aber bei manchen YouTubern finde ich die Kritik dann doch - vorsichtig ausgedrückt - unangemessen. Liegt wahrscheinlich daran, dass bei Blogger doch mehr lange und überlegte Kommentare geschrieben werden und die meisten einen eigenen Blog haben und nicht nur als "Zuschauer" agieren. Da wird dann der gute Ton - auch bei Kritik - meistens auch gewahrt. Und das ist wichtig.

      Es ist kriminell, dass du nicht mehr Abonnenten hast. Aber dein Blog ist bombe, ich bin sicher, dass du dir über die Zeit eine kleine und feine Leserschaft anmauserst. Ich bin jedenfalls ein großer Fan ^^

      Alles Liebe,
      Antonia

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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