3/20/2015

[Antwort] Wölkchens Freitags Fragen


Ich war die ganze letzte Woche krank und deshalb lag der Blog ungeplant auf Eis. Ich habe noch zwei Posts in Vorbereitung gehabt, die noch halbfertig in der imaginären 'Halbfertig'-Kiste (Ich hatte wirklich schon bessere Halb-Neologismen...) bei meinen Posts herumkullern und dieses Wochenende noch veröffentlicht werden. Also zeitnah sollte dann endlich der Post über die Leipziger Buchmesse und der letzte Tag kommen, für den ich nominiert wurde. Und irgendwann auch mal die Rezi zu Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums. Aber das ist dann eine ganz andere Geschichte. 

Also: Wie bereits erwähnt war die Woche recht unspektakulär, weil ich nicht viel mehr gemacht habe, als Schulzeug nachholen, auf dem Sofa herumkullern, schlafen und Krankenbesuch bekommen (viiiiel Krankenbesuch - ich habe die besten Freunde auf der Welt :'3). Ein bisschen gelesen habe ich auch (Gone Girl), werde mit diesem Buch aber sicher noch ein Weilchen brauchen. 
Und deshalb gehe ich jetzt mit einer recht kurzen Einleitung gleich zu den Freitags Fragen über: 


Das ist schwer zu sagen. Also. Eigentlich nicht. Ich lese ja in letzter Zeit eher nicht so viel und wenn ich es tue, dann eher langsam. Es gibt [Ferien]Zeiten, in denen ich wirklich schnell und viel lese, aber ich habe meist auch einfach nicht den Kopf frei, einen ganzen Tag am Stück in ein Buch zu versinken. Und das ich momentan eher Einzelbände lese, als Reihen, macht die Sache auch nicht schneller. Reihen reißen mich meist mehr mit, aber wie gesagt... Momentan habe ich eine Menge Einzelbände Zuhause herumliegen und die müssen jetzt erst einmal weg. 

Mir gefällt der Stress-ich-hab-keine-Zeit-zum-Lesen-Umstand im Moment auch überhaupt nicht, aber ich glaube fest daran, dass irgendwann auch wieder ruhigere Phasen kommen, in denen ich tatsächlich dann auch wieder mehr lese. Aber im Moment müssen die Bücher einfach hinten anstehen, weil ich 1.) mit meinem Eigenen genug beschäftigt bin und 2.) Schule. Abi. Wichtig. Wir verstehen uns.


Gott, ich wäre so was von schnell tot. Mausetot. Nach-fünf-Minuten-mausetot. Ich bin unheimlich tollpatschig und ein riesiger Angsthase. Dazu kommt, dass ich in meinem Leben noch keinen Horror-Film gesehen habe (und es auch nicht vor habe) und deshalb - im Gegensatz zur Fragestellerin - überhaupt keine Ahnung hätte, wie was eventuell passieren oder ablaufen könnte. Ich wäre so aufgeschmissen. Wirklich. Ich kann nicht mal schnell rennen oder Kampfsport oder Messerwerfen oder etwas anderes essenziell Nützliches in so einer Situation. 


Liebe Grüße,
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3/14/2015

Wie man eine Buchmesse überlebt.


Nachdem ich eigentlich geplant hatte, erst den Post mit den allgemeinen Eindrücken zur Buchmesse zu veröffentlichen, kam mir der Gedanke, dass es vielen zu Beginn des Messewochenendes mehr nützt, ein paar Tips zu erhalten, wie man am besten die Buchmesse überlebt. Ich war selbst schon auf drei (2x Leipzig, 1x Frankfurt) und habe deshalb schon ein wenig "Messenerfahrung", die in einer konfuzianischen Weisheit gipfelt, die ich mich einfach verpflichtet fühle mit euch zu teilen. Also. Ohne große, verwirrende Vorrede (An alle, die genau die jetzt vermissen: Keine Angst, beim Post über die LBM gibt es wieder eine ganz lange :P)



 Gutes Schuhwerk

Es gibt Gründe, weshalb das der erste Tip ist. Auf der Buchmesse (oder irgendeiner anderen Messe) gibt es nichts - ich wiederhole: nichts -, was so wichtig ist, wie gute Schuhe. Also: Keine Absätze, keine neuen Schuhe, keine kneifenden Schuhe, keine nur ein bisschen unbequemen Schuhe (auch wenn sie schick sind), sondern ganz bequeme Alltags-Treter. Und als jemand, der auf der ersten Buchmesse Absatzschuhe anhatte, versichere ich euch, dass mit diesem Tip die halbe Miete schon gemacht ist.

 Rucksack oder Tasche?

Das habe ich mich dieses Jahr jedenfalls gefragt. Auf den letzten beiden hatte ich nur eine kleine Tasche dabei, weil ich nicht vorhatte Bücher zu kaufen, sondern praktisch nur zum "Gucken" da war. Dieses Jahr jedoch wusste ich bereits, dass ich massenhaft Bücher kaufen und dann den ganzen Tag mitschleppen würde und habe mich deshalb für einen Rucksack entschieden. Ihr bekommt zwar Beutel, aber alles in einem Rucksack beisammen zu haben ist trotzdem praktischer und bequemer. Also überlegt euch im Vorhinein, ob ihr Käufe von Büchern nicht generell ausschließt und entscheidet dann danach. Und eigentlich sehen Taschen meist nur besser aus. Ich würde mich also in jedem Fall für einen Rucksack entscheiden, wenn ihr einen habt, weil auch nur eine Flasche in einer Tasche nach einer Weile ziemlich auf die Schultern gehen kann. 

 Die richtige Bekleidung

Wenn ihr nicht nach der Buchmesse von Leipzig zurück nach Hause wandern wollt, dann lasst die schweren, dicken Daunenjacken am besten daheim. Ich empfehle eher das Schalenprinzip: Top, dünner Pullover, event. Strickjacke etc. und dann noch eine richtige Jacke drüber. Die richtige Jacke passt in euren Rucksack, den ihr - wenn ihr schlau wart und den letzten Tip befolgt habt - natürlich dabei habt und der Rest ist variabel und kann euch sowohl draußen bei dem Mistwetter warm halten, bringt euch aber in der Halle auch nicht zum Hitze-Kollaps.

Ihr merkt bereits, dass ich der richtigen "Ausrüstung" eine große Bedeutung zuordne. Wenn ihr richtig angezogen seid und die richtige Tasche/den richtigen Rucksack dabei habt, sind alle Grundvorraussetzungen bereits geschafft. Und ihr seid grundsätzlich schon mal richtig vorbereitet.

 Essen oder Gefressen werden

Essen auf der Leipziger Buchmesse ist einfach nur unverschämt teuer. Für eine winzige Portion Pommes (die nicht mal sonderlich gut geschmeckt haben), habe ich an einem Stand 4,50€ bezahlt. Und ja, es ist mir schon klar, dass die horrenden Preise kein Geheimnis sind. Aber trotzdem...
Deshalb mein Tip: Wenn ihr Geld sparen wollt, nehmt euch einfach selbst ein paar Snacks und etwas Zutrinken mit (passt super in den Rucksack). Wollt ihr aber dennoch nicht auf ein gutes Mittagessen verzichten, dann geht in die große Glashalle mit der Fressmeile und holt euch einen Crêpe (mit Nutella für 3,50€ und sehr lecker) oder plant doch etwas mehr Geld ein und esst Pasta. Bei dem Pasta-Laden/Stand konnte man sich sogar hinsetzen und das Essen sah einfach nur traumhaft aus. Aber wie gesagt: Das schlingt ihr dann natürlich auch nicht in zehn Minuten auf dem Weg von der einen zur anderen Halle rein und es kostet ein wenig mehr. Ist es aber wahrscheinlich auch wert.

Das liebe Geld 

Auf der Buchmesse werdet ihr - wenn ihr Buchverrückte seid (und Leute, ihr lest einen Buchblog - ihr seid Buchverrückt, machen wir uns nichts vor) - eine menge Bücher finden, die euch ansprechen oder überteuertes Essen, was euren hungrigen Magen anspricht. Um nicht den Überblick zu verlieren, macht euch vorher Gedanken. Setzt euch eine Grenze, nehmt nur soviel mit, wie ihr auch tatsächlich bereit seid auszugeben und bleibt realistisch. Mit zehn oder zwanzig Euro Budget kommt ihr beim Mittagessen schon nicht sonderlich weit und könnt natürlich auch keine Unmengen an Bücher kaufen.

Wenn ihr allerdings mehr sparen wollt, dann fotografiert euch die Bücher, die euch interessieren, einfach ab und sucht sie nach der Buchmesse bei Amazon. Mit ein bisschen Glück findet ihr günstigere, gebrauchte Exemplare und ihr müsst sie nicht den ganzen Tag mit euch herumschleppen. So haben das einige meiner Freunde jedenfalls gemacht und die Idee war eigentlich wirklich gut.

 Pläne sind das halbe Leben 

Mehr muss ich doch eigentlich nicht sagen, oder? Am Eingang sind die Pläne vom Messegelände erhältlich, die euch gleichzeitig sagen, in welcher Halle was ausgestellt wird. Für eine grobe Orientierung können sie auf jeden Fall empfohlen werden und nur blind übers Gelände laufen und euch vom Inhalt der einzelnen Hallen überraschen lassen ist ziemlich blöd.

Außerdem lohnt es sicher, am Abend vorher mal zu recherchieren, welche Autoren sich wann auf der Buchmesse herumtreiben und Bücher signieren, welche Veranstaltungen euch ansprechen etc. So habe ich das auf den letzten beiden Buchmessen gemacht. Dieses Jahr nicht, weil ich mich einfach nur ein bisschen treiben lassen und nicht von einer Veranstaltung zur nächsten hetzen wollte, aber wenn ihr euren Lieblingsautor verpasst, weil ihr nicht wusstest, dass er kommt, könnte euch das im Nachhinein ziemlich ärgern. Deshalb: Augen auf im Straßenverkehr.

 Ungewöhnliche Wege einschlagen

Die großen Verlage haben vielleicht die schönsten und größten Stände (und ich gebe zu, dass ich mich dort auch sehr viel herumgetrieben habe), aber es lohnt auch mal bei kleineren Verlagen und Ständen vorbeizuschauen. Ich bin beispielsweise mit meiner Freundin irgendwie bei den ausländischen Verlagen gelandet und habe ein reizendes Buch mit lettischer Gegenwartslyrik entdeckt und mich sofort verliebt (und es am Ende sogar geschenkt bekommen - die Frau am Stand war so unheimlich nett, wirklich!). Und ich war auch sehr angetan von den Randständen in Halle 1, also der Mangahalle, wo einzelne Manaka, ihre Mangas ausgestellt (und signiert haben). Das hat mich total geplättet, weil ich durch meine Freundin einige der Mangas kannte und dann vor den Künstlern stand und es irgendwie nur so halb realisiert habe. Ich könnte als Fan niemals direkt auf den Künstler/Autor zugehen, aber als Zuschauer ist es interessant. Und ich habe dort bei einer Künstlerin ein wunder, wunder, wunderschönes Notizbuch gekauft. Hat zwar ein wenig mehr gekostet, ist aber ein handgemaltes Unikat und ich muss jetzt noch lächeln, wenn ich es mir ansehe. Also schaut, wenn ihr Zeit habt, unbedingt mal bei dem Stand von der wundervollen Sina Simbürger von Marine Design! (Hier könnt ihr ihre Facebookseite besuchen und euch ein kleines Bild ihrer wunderschönen Zeichnungen machen.)



Ich hoffe, euch helfen die paar Tips einigermaßen weiter und viele von euch haben die Gelegenheit die Leipziger Buchmesse 2015 zu besuchen und haben eine tolle Zeit.

Alles Liebe,

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3/13/2015

Ode an den Leser

Ich liebe meine (wenigen, aber großartigen) Leser wirklich. Es gibt tatsächlich Leute auf dieser Welt, die sich noch meine elendig langen Einleitungen mit Ausflügen rund um die Gürtelmode im Wandel  der Zeit quälen, nur um zum Kern des Textes zu kommen. 

Wenn ich jemals ein Handbuch für's Bloggen finde, wette ich, dass solche Einleitungen eine festerklärte Todsünde darstellen. Aber ich mag jede einzelne meiner Blogger-Todsünden und ziehe den Hut vor allen, die kommen, weil sie es auch tun. 

Ich liebe euch Durch-Einleitungen-Schmunzler, geduldige Warter und fleißige Kommentatoren (ganz besonders euch!), ich liebe jeden Wiederkehrer und Zeilenweiler, jeden Stillen und jeden Lauten. Jeden einzelnen meiner unbestrittenen Besten. 

Es gibt keinen Anlass das zu sagen, aber mehr als genug Gründe. Ihr seid großartig und ich wollte das einfach mal loswerden. 

Antonia 

P.S.: Wundert euch nicht wegen der Gürtelmode im Wandel der Zeit. Dieser historische Ausflug in die 2000er kommt im nächsten Post über die Leipziger Buchmesse 2015. 

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3/09/2015

Montagsfrage: Welches Buch hat dich 2015 bisher am meisten begeistert?



Es ist mal wieder Montag und Zeit für die wundervolle Montagsfrage bei Buchfresserchen. Ich habe heute einen schulfreien Tag (was für ein Glück) und nach ungewöhnlich langem Schlafen heute (Ja, ich wache sonst immer gegen 7:30 Uhr am Wochenende auf - es ist ein Fluch...) (Dazu sollte man sagen, dass ich bis ca. 1:00 Uhr Recherchearbeit für mein Buch betrieben habe und nach vier Stunden  60er/70er-Jahre-Musik hören und Playlist erstellen - es hat Sinn, das schwöre ich! - einfach nur erschöpft ins Bett gekullert bin) bequeme ich mich nun auch mal vor meinen Laptop und lasse mal wieder ein paar Worte von mir verlauten. Und ohne weiter ins Detail meines verlängerten Wochenendes zu gehen, geht's jetzt gleich los. Gleich. Gleich. Ganz gleich. Naaaaaa... Jetzt.


Oh, da habe ich ja dieses Jahr bereits eine große Auswahl, auf die ich zurückgreifen kann. Hehe. Hehehehehe. Nicht. Also momentan habe ich - sage und schreibe - drei Bücher in diesem Jahr gelesen (Okay, mit Woyzeck in der Schule wären es schon vier - aber Woyzeck ist ein 26-seitiges Fragment. Und deshalb zähle ich das jetzt einfach mal nicht.), die da wären: Alcatraz und das Pergament des Todes von Brandon Sanderson, Der Herr ist kein Hirte von Christopher Hitchens und Deutschland - Ein Wintermärchen von Heinrich Heine. Gut, ich könnte jetzt versuchen mich aus der Affäre zu reden und sagen, dass Der Herr ist kein Hirte keine leichte Roman-Kost ist, sondern schon ein bisschen länger zu lesen dauert (Das Buch habe ich übrigens zum 2. Mal gelesen und kann es nur empfehlen - wenn man sich für Religion, bzw. Religionskritik interessiert - ich bin übrigens nicht gläubig, sondern relativ überzeugte Atheistin und finde fast alles, was die Religion und ihre Anhänger praktiziert, nicht gut. Faszinierend finde ich sie an sich trotzdem.) und Deutschland - Ein Wintermärchen ja von Heinrich Heine. Ich würde zwar abstreiten, dass sich Deutschland - Ein Wintermärchen schwer lesen lässt, aber es ist Heinrich Heine. Riecht ihr das? Den Duft des pädagogisch Wertvollen? Hach.

Tatsächlich hat mich von diesen drei Büchern bisher Deutschland - Ein Wintermärchen am meisten begeistert. Und das nicht mal, weil die Auswahl (Ich muss mal kurz unterbrechen - wieso bekomme ich permanent Werbung für die komische Deutsch-Rap-Playlist bei Spotify?! Ich mag Deutsch-Rap nicht mal. Gooooott - da hört man ein paar Mal EMINEM und schon bekommt man dauernd Werbung. Für deutschen Rap. Ich will keinen deutschen Rap hören. Okay, tut mir leid, es geht schon weiter...) rein numerisch etwas begrenzt ist. Sondern weil das Buch wirklich, wirklich gut ist. 

Meine Deutsch-Lehrerin sagte, als wir das Buch in der Schule angefangen haben, »Entweder man liebt Heine. Oder man hasst ihn. Es gibt eigentlich kein Mittelding.« Ich gehöre jedenfalls auf die Fanclub-Seite von Heinrich Heine. Ich lese an sich sehr gern seine Gedichte und dann gibt es doch tatsächlich ein 91-seitiges Gedicht von Heine (in meiner Ausgabe sind es jedenfalls 91 Seiten - kann natürlich variieren, je nachdem, welche ihr persönlich besitzt/in Schule etc. in die Hände bekommt). Der größte Teil meines Deutsch-Kurses war nicht so begeistert. Ich wäre vor Freude fast in Tränen ausgebrochen. So unterschiedlich sind die Geschmäcker. 

Viele von euch haben das Buch sicher in der Schule gelesen oder zumindest anderweitig irgendwann schon einmal davon gehört. Wir haben es in der Schule angefangen (und die ersten beiden Capitis - das ist der Plural von Caput, die "Kapitel" in die das Buch eingeteilt ist - das Wort Caput steht übrigens nicht in meinem Duden, 25. Auflage - schämt euch, Duden-Verlag! Schämt. Euch.) und mussten uns dann selbst ein Caput herausnehmen, welches wir interpretieren sollten (ich habe mich für das VII. entschieden - immer noch mein Liebling, nachdem ich das Buch danach fertig gelesen habe.) (Jetzt bekomme ich eine Werbung für die Hip-Hop-Most-Wanted-Playlist. NEIN. NEIN. NEIN. NEEEEIN! Na ja. Wenigstens ist EMINEM da zumindest dabei. Aber bitte Spotify. Hör auf. Wenn ich Playlist-Empfehlungen nach meinem Musik-Hören bekomme, dann hör auf. Und ich gehe davon aus, weil ich davor nie Empfehlungen für Hip-Hop/Rap bekommen habe!) (Aber zurück von Eminem zu Heinrich Heine.)

Ich liebe das Buch, weil in jeder Zeile eine unheimliche Ironie und einen großartigen Witz hat. Und ich glaube, könnte ich in der Zeit zurückreisen, würde ich Heinrich Heine gern kennenlernen wollen. Ich kenne nicht viele andere Schriftsteller, die so genau meinen Humor treffen. Ich liebe seine Sprachbilder, diese Treffsicherheit, einfach alles. Ich liebe dieses Buch wirklich.
Versteht mich nicht falsch, es gibt genug Klassiker, die gar nicht mein Geschmack sind und genug Gedichte von anderen deutschen Gedicht-Größen, die ich nicht mag (Schiller zum Beispiel - ganz, ganz bitter), aber Heinrich Heine kann ich wirklich gut lesen und mag ich einfach. Jeder hat halt so seinen eigenen Schriftsteller-Mix. Und wichtig ist wahrscheinlich nur, nicht mit Vorurteilen heran zu gehen (auch wenn es sich um Schiller handelt - ich mag seine Stücke/Gedichte wirklich nicht, also wirklich, wirklich gar nicht).

Gut, ich soviel von mir zu dieser Frage. Wenn ihr euren Senf dazu geben wollt, dann solltet ihr auch einen Post verfassen und ihn dann anschließend bei Buchfresserchen hier verlinken. 

Liebe Grüße, 










P.S.: Wer es bis jetzt noch nicht mitbekommen hat: Ich höre gern Eminem. Jetzt ist es raus. Ach du Schreck. An sich ist Rap überhaupt nicht meine Musik, aber Eminem macht einfach gute Musik. Und dann ist es genauso, wie mit Büchern. Egal, aus welchem Genre sie kommen: Wenn sie in ihrer Tiefe gut sind, kann man sie vielleicht persönlich nicht mögen (aus welchen Gründen auch immer), aber nie leugnen, dass es sich um gute Bücher handelt. 




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3/02/2015

Montagsfrage: Glaubst du, dass Bücher dein Denken/Handeln schonmal beeinflusst haben?


Es ist vollbracht. Ich habe endgültig gegen die schniefenden, niesenden und röchelnden Bazillenträger in öffentlichen Verkehrsmitteln und der Schule verloren. Die Nase ist zu, mein Hals kratz und ich fühle mich hitzig. Ohne groß ins Detail zu gehen: Eine Erkältung kommt selten allein. 
Dafür hatte ich heute aber auch nur vier Stunden Schule (Und nochmals: Eine Erkältung kommt selten allein...) und zwei Arbeiten*. Ja, man kann halt nicht alles haben. 

Trotzdem will ich ja den Blog wenigstens etwas aus dem künstlichen Schul-Kurarbeiten-Koma holen und da ich (fast) nichts lieber tue, als an den wöchentlichen Fragerunden teilzunehmen... Na ja... Mach ich das jetzt mal einfach, würde ich sagen. Also. Ohne großes Trara. Hier kommt die Montagsfrage (Ach verdammt, ich war so guter Hoffnung, dass "Montagsfrage" noch auf die letzte Zeile in meinem Entwurf passt. Gut. Dann muss die hässliche Lücke jetzt eben mit einer ellenlangen Klammer gefüllt werden - bitte sagt mir, dass ich nicht die Einzige bin, die solche Komplexe hat). 


Ich kann diese Frage zu 100% mit Ja beantworten. Und ich verfechte die Theorie, dass alles, was wir aufnehmen (z.B. auch durch ein Buch) unser Denken und Handeln irgendwie beeinflusst. Sowohl im positiven, negativen, gewünschten und ungewünschten Sinne. Und desto tiefer die Beziehung zur Geschichte ist, desto tiefer ist auch der Einfluss, den sie auf uns hat. (Ich habe mit Absicht Beziehung nicht in Anführungszeichen gesetzt, denn... Leute... Ihr lest einen Buchblog... Ich denke, ihr versteht :D) (Waaaaaaaaa - ZEILENUMBRÜCHE! VERFLUCHT SEID IHR! SEID VERFLUCHT!) (*hihi*)

Mich persönlich hat Harry Potter wahrscheinlich sehr beeinflusst - wenn wir mal ganz beim Urschleim anfangen wollen. Die erste Buch-Leidenschaft beeinflusst jeden. Und wenn es sich dazu auch noch um Harry Potter handelt... Na ja. Wir verstehen uns. (Wir verstehen uns - wenn ich das mal so sagen darf - heute wirklich außerordentlich gut :D) 
Ich glaube, dass viele Leute in meinem Alter (und ein paar Jahre über mir) durch Harry Potter beeinflusst wurden und vielleicht auch die Moral und den Anstand aus dem Buch mitgenommen haben. Jedenfalls hoffe ich das. 

Bücher, die mich auch noch sehr bewegt und gerührt und zum Nachdenken gebracht haben, wären Und in mir der unbesiegbare Sommer von Ruta Sepetys, Die Bücherdiebin von Markus Zusak, Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green, Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis (Namensvetterin AHU!), Zwei an einem Tag von David Nichols und Eine echt verrückte Story von Ned Vizzini. Bei den Biografien und Sachbüchern wären Steve Jobs: Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers von Walter Isaacson, Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend von Andreas Altmann, Der Gotteswahn von Richard Dawkins und Der Herr ist kein Hirte von Christopher Hitchens zu nennen. Ansonsten kann man noch sagen, dass mich Der Fänger im Roggen wirklich sehr berührt hat. Und das sage ich nicht, weil es ein Klassiker ist, der einfach gut klingt, sondern weil ich das Buch wirklich mag und nur darauf warte, dass jemand anderes diese Liebe ebenfalls entdeckt. 

Eigentlich alle dieser Bücher haben mehr oder weniger Melancholie. Eigentlich sind sie alle auf ihre Art traurig. Aber ich habe in jedem dieser Bücher eine gewisse Schönheit gefunden. In der Art, wie sie geschrieben sind und in der Art, in der sie ehrlich sind. Jeder einzelne dieser Bücher hat mich hoch gebracht und aufatmen lassen und weitermachen lassen und ich danke jedem einzelnen Autor dafür, dass er mich hat teilhaben lassen und mir die Möglichkeit gegeben hat, durch sein Medium eigene Gedanken zu den Themen zu entwickeln.

Liebe Grüße, 






* Ich musste jetzt erst einmal überlegen, was ich dazu noch sagen wollte und deshalb schreibe ich den Satz und denke nach und denke nach und denke nach und... Nein, ich komm nicht drauf. Sorry für das verschwendete Sternchen. 

Alle genannten Bücher: 

Harry Potter von J.K. Rowling (Band 1-7)
Und in mir der unbesiegbare Sommer von Ruta Sepetys 
Die Bücherdiebin von Markus Zusak
Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis 
Zwei an einem Tag von David Nichols**
Eine echt verrückte Story von Ned Vizzini 

(Wieso müssen Titel von Biografien immer so lang sein?!)
Der Gotteswahn von Richard Dawkins 
Der Herr ist kein Hirte von Christopher Hitchens 

Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger

** Ich weiß bis heute nicht, wieso ich dieses Buch so abgöttisch liebe. Aber ich habe es in einer meiner wahrscheinlich schlimmsten Schreib-Krisen gelesen (halbes Jahr keine Arbeit am Buch, weil ich überhaupt keinen direkten Bezug mehr dazu hatte) und danach bin ich rausgekommen. Mir hat die Sprache irgendwie gut gefallen und ich fand es erfrischend und wahrscheinlich war es genau das, was ich gebraucht habe. Jedenfalls hat es mich aus einem tiefen Krisen-Loch herausgeholt und nicht durch den Inhalt etwas Großes gemacht, sondern durch seine pure Existenz. Und wenn das nicht schön und poetisch ist, dann weiß ich auch nicht. 
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