12/05/2015

[Advent, Advent] Weihnachtskalender? Weihnachtskalender. #1

Hallo meine Lieben! (erneut :D)

Weihnachten kommt in großen Schritten, morgen müssen wir uns einer sehr netten Schuhputz-Tradition beugen und ich sage dem ganz und gar nicht weihnachtlichen Wetter dem Kampf an. Adventsstimmung passiert schließlich im Kopf und nicht durch meteorologische Erscheinungen. Außerdem macht Schnee und Eis nur die Straßen glatt und ist unnötig kalt, wenn man in die Schule laufen muss. Also, wer braucht schon gefrorenes Wasser zum glücklich sein? (Ich. Eindeutig. Bei aller Liebe, was ist das denn bisher für ein Wetter-Reinfall?!?!?) 

Und weil ich nun versuche zu verdrängen, dass das mein letztes Weihnachten mit Familie und Kinderzimmer und so weiter ist und ich nächstes Jahr um diese Zeit meine ersten Klausuren schreibe (wenn ich mich jetzt nicht irre) und erwachsene Dinge tun muss, wie wählen, Parktickets kaufen und - Gott verhüte - Fenster putzen (darauf erst mal eine Runde "Ich wollte nie erwachsen sein" von Peter Maffay), beschäftige ich mich dieses Jahr im Zuge einer kleinen Post-Reihe mit den schönen und schön-stressigen Seiten von Weihnachten. 

Heute möchte ich meine - EXISTENZIELL WICHTIGEN! - Gedanken über Adventskalender teilen. Was sich jetzt erst mal ein bisschen banal anhört, ist tatsächlich einen Moment Denken wert. Oder vielleicht auch ein bisschen mehr. Und während ich mir jetzt eine Helene Fischer-Version von "Ich wollte nie erwachsen sein" (ich bin kein sonderlicher Helene Fischer-Fan, aber man muss ihr lassen, dass sie eine wirklich gute Stimme hat...) anhöre, werde ich mal ein bisschen nostalgisch. 

Meine Mutter hat früher immer selbst Adventskalender gebastelt (und hat das dieses Jahr wieder für mich und meinen Bruder gemacht - was viel zu süß für diese Welt ist und mich einfach nur sehr glücklich macht, weil es so eine herrliche Wärme in sich hat, wenn ihr diesen Gedankengang nachvollziehen könnt :D), dann hatte ich zwischendurch auch einige Jahre Playmobil-Adventskalender, die einfach legendär teuer waren, aber dich zum King der Grundschule gemacht haben und in den letzten Jahren hatte ich ganz klassisch Schokoladen-Kalender von Lindt. Dieses Jahr habe ich sage und schreibe drei Adventskalender: Einen Lindt-Kalender, einen gebastelten, den ich mir mit meinem Bruder teile (ja, das geht auch ohne Streit) und einen Heinrich-Heine-Gedicht-Kalender, den ich mir selbst gegönnt habe (und nach meinem bisherigen Schuljahr definitiv auch verdient!). 

Aber worüber ich hier eigentlich sprechen will, ist nicht die Art des Kalenders oder die Anzahl sondern die eigentliche Bedeutung. Wieso kaufen wir uns Schokoladenkalender, wenn ein Pralinenkasten mit dem exakt selben Inhalt wesentlich günstiger ist? Wieso basteln wir stundenlang Kalender für unsere Lieben oder lesen Gedichte in einem (sehr hübschen) literarischen Kalender, wenn das viel günstiger im Internet geht? Weihnachtskalender sind irrational. Und das ist vollkommen in Ordnung. Wann hat Weihnachten denn jemals wirklich Sinn gemacht? Nie. Wir feiern einen stinknormalen Monat mit meist enttäuschendem Wetter. Und das ist einfach schön. Stressig, besinnlich, kalt und warm und schön. Das ist menschlich. Schönheit sehen. Und genau dieser Gedankengang äußert sich besonders in Weihnachtskalendern. Definitiv am unlogischsten an der ganzen Vorweihnachtszeit, aber es fehlt einfach, wenn man keinen hat. 

Seht ihr das genauso oder gehört ihr zu den Spocks unter den Menschen, die dann doch lieber Logik bei der ganzen Sache haben? Und habt ihr selbst einen Weihnachtskalender und wenn ja: welchen?

Genießt - mit oder ohne täglichem Türchen (oh, die Alliterationen) - auf jeden Fall die Vorweihnachtszeit und seit gespannt auf den nächsten Advent, Advent-Post nächste Woche Mittwoch :)

Alles Liebe,
Antonia

Kommentare:

  1. Hey!
    Ach, solche Playmobil-Kalender hatte ich auch mal... bei mir war es aber dann doch öfter Lego. Selbstgebastelt gab es bei mir leider nie. Und in den letzten Jahren sind es eigentlich nur Schokoadventskalender (oder einer in Buchform, wenn ich da was gescheites finde).
    Wenn mein Bruder und ich uns einen Kalender teilen müssten...Würde nicht gut enden. Gar nicht gut.
    Über diese Sache habe ich eigentlich nie genau nachgedacht. Für mich hat es aber trotzdem irgendwie Logik. Eine seltsame, verdrehte Logik, aber das passt dann genau zu meiner eigenen, denn mein Gehirn denkt manchmal sehr verdreht und ...seltsam. Aber trotzdem logisch. Wenn das, was ich gerade von mir gebe, überhaupt Sinn macht.
    Ich bin gespannt, was der nächste Post uns bringt.
    Und, waren deine Stiefel schön gefüllt?;)
    Schönen Sonntag,
    Sally

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    1. Huhu :)

      Ich glaube, dass irgendwie die meisten als Kind mal einen Playmobil-Adventskalender hatten (weil die einfach cool waren xD). Lego hatte ich nie, hab aber auch eher weniger mit Lego gespielt und von daher hätte es sich wahrscheinlich auch nicht gelohnt :P

      Mein Bruder und ich sind ja zum Glück ein Herz und eine Seele und können ohne Probleme teilen. Bin ganz froh, dass wir diesbezüglich ein so entspanntes Verhältnis haben. Mord und Totschlag vor Weihnachten wäre echt dramatisch :D

      Ach Sally, du weißt doch, wie sehr ich unlogisch-logischen Gedankengänge liebe - also wenn du sie irgendwo in den Kommentaren hast, dann bei mir. Auf meinem Blog gibt es praktisch nur unlogisch-logisches Zeug :DD

      Alles Liebe,
      Antonia

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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