11/12/2015

Top Ten Thursday: 10 Bücher, die jeder gelesen haben sollte #4

Hallo meine Lieben! 

So, nach einem wieder mal sehr langen Donnerstag (Ist irgendjemandem schon mal aufgefallen, dass Donnerstage immer die Tage sind, an denen man grundsätzlich Nachmittagsunterricht hat? Vielleicht geht es damit ja auch nur mir so, aber da muss sich ja keiner wundern, wenn man eine Abneigung gegen diesen Wochentag entwickelt...) und Deutschkursarbeits-Vorbereitung, habe ich eben entschieden, dass es mir gut tut, heute doch noch den Top Ten Thursday-Post zu verfassen. Eigentlich hatte ich den Gedanken, heute noch für den Blog aktiv zu werden, fast schon verworfen, weil ich noch Dramentheorie lernen muss und eigentlich keine Zeit dafür habe, aber Päuschen muss ja auch mal sein. Also habe ich mich ins Bett begeben (mein Rücken tötet mich heute noch - eine gleichermaßen verstörende bildliche, wie metaphorisch wahre Vorstellung...) und mache eine kurze Pause von allen Gedanken rund um Antigone, griechisches Drama und Co. Und deshalb ohne viel Umschweife: Vorhang auf, hie kommt die Liste.


Zehn (Zwölf) Bücher, die jeder gelesen haben sollte


* Der Distelfink von Donna Tartt
* Der Märchenerzähler von Antonia Michaelis
* Zwei Herren am Strand von Michael Köhlmeier 
* Das Ende von Eddy von Edouard Louis
* Die Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling
* Der Fänger im Roggen von J.D. Salinger
Der Herr ist kein Hirte von Christopher Hitchens
Deutschland ein Wintermärchen von Heinrich Heine


Bücher-Details 


Der Distelfink

Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon über Donna Tartts Distelfinken auf diesem Blog gesprochen habe. Mittlerweile zähle ich eigentlich auch gar nicht mehr mit. Das Buch ist großartig, lest es, der Pulitzer dafür 2014 war definitiv verdient. (Ihr seht, ich bin begeistert - obwohl ich es immer noch nicht weiter gelesen habe, weil ich immer noch keine Zeit dafür hatte, aber über die Weihnachtsferien wird's was. ENDLICH!)

Der Märchenerzähler

Ein Buch, das mit Abstand zu einem meiner absoluten Lieblinge zählt. Den 500-Seiten-Wälzer habe ich damals an einem Tag gelesen (sagen wir es so: Ich war 24 Stunden nicht ansprechbar und wirklich nur mit Lesen beschäftigt, weil ich so gefesselt war) und er hat mich absolut überwältigt. Thematisiert wird die Beziehung zwischen Abel und Anna, die aus vollkommen unterschiedlichen gesellschaftlichen Welten kommen und die sich bereits in jungen Jahren mit Problemen auseinandersetzen müssen, mit denen sich eigentlich keiner auseinandersetzen sollte. Das Buch ist poetisch und man zersplittert ein Stück weit mit der Geschichte mit. Unheimlich gut, wirklich, und es regt sehr zum Nachdenken über das Thema "Verurteilen" an. 

Und in mir der unbesiegbare Sommer 

Das Buch hat mich wirklich tief berührt, als ich es vor einigen Jahren gelesen habe. Es wird die Deportation der Bildungselite in der Sowjetunion der 1940er Jahre beschrieben. Weltkrieg aus anderer Perspektive, Schauplatz sowjetisches Arbeitslager. Ich habe zwischendurch sehr geweint und war sehr betroffen von dem realen Leid, das in dieser Geschichte thematisiert wird. Und ich bin sicher, dass es den ein oder anderen dazu anregt, sensibler für Leid politisch Verfolgter zu werden.

Zwei Herren am Strand

Ein Buch, das politisch ist, aber eben nicht politisch ist. Politisch, weil es um Winston Churchill und Charlie Chaplin und deren Kampf gegen den Nationalsozialismus geht. Und nicht politisch, weil es eben eigentlich nicht primär um den Kampf gegen den Nationalsozialismus geht. Sondern um Depressionen. Habe das Buch erst vor einigen Monaten gelesen und war sehr beeindruckt von dem halb-biografischen Erzählstil. 

Das Ende von Eddy

Homophobie ist immer noch ein riesiges Problem. Umso wichtiger ist es, den Befreiungsschlag von Edouard Louis zu lesen. Sehr beeindruckend, sehr ehrlich und sehr sachlich (in Anbetracht der Dinge, die dem Autor, bzw. Protagonisten widerfahren sind). Was soll ich sagen? Armut ist grausam, was aus Armut entstehen kann die reine Hölle. 

Rezension "Das Ende von Eddy" 

Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums

Ebenfalls - wer hätte es gedacht? - sehr gutes, vor allem sehr interessant geschriebenes Buch. Thematisiert das Finden, das Suchen, das Eingestehen und das Überstehen. Ich will wirklich nicht zu viel verraten, aber ich fand es eine großartige Geschichte, die einen irgendwie mit einem schwirrenden Kopf voll von falscher Sommerhitze und Zitaten zurücklässt. 

Rezension "Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums"

Harry Potter-Reihe

Was hätten wir uns alle für Geschichts- und Politik-Unterrichts-Vorträge über die Grausamkeit politischer Regime sparen können, würden wir einfach die Harry Potter-Reihe in der Schule lesen. Just say'in. Nicht nur Magie, sondern eben auch etwas, das man als Inspiration für ein moralisches und mutiges Leben nehmen kann.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Wahrscheinlich der Klassiker. Ja, ja, ich weiß... Aber ich kenne kein Buch, das so treffend von Krankheit und Sterben handelt und Dinge, von denen man manchmal denkt, sie würde keiner verstehen, schlichtweg auf den Punkt bringt. Ein Meisterwerk. Ein sehr, sehr lesenswertes Meisterwerk.

Lieblingszitate "Das Schicksal ist ein mieser Verräter"

Der Fänger im Roggen

Thematisiert einfühlsam und sehr klug, was es heißt, jung und planlos zu sein. Also jung zu sein. Denn irgendwie sind wir ja alle planlos. (Ich hoffe wirklich, das wird besser...) Holden Caulfield ist wahrscheinlich einer meiner Lieblingsprotagonisten und ich bin schlichtweg verliebt - nicht in Holden Caulfield, wenn überhaupt nur ein bisschen, sondern in das Buch. Und das Ende, an dem man irgendwie eben auch erwachsen werden muss.

Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend

Andreas Altmann und seine Mörder-Titel. Aber gut war's. Gänsehaut-erregend, zuklapp-schockierend gut. Ehrlich, grausam, grausam ehrlich. Kindheit im Deutschland der Nachkriegszeit und der wahrscheinlich schlimmste Vater, der je über diese Erde gewandelt ist. Hat mich sehr bewegt, sollte man sich zu Gemüte führen - vor allem, wenn man (wie michdens) Biografien mag.

Der Herr ist kein Hirte

Nun bin ich ja ein Mensch, der sehr an Religionskritik interessiert ist und das Thema und die Frage nach Religion sehr spannend findest. Bin selbst Atheist und setze mich alterstechnisch eher untypisch tiefgründig mit dem Thema "Religion" auseinander. Gerade dann ist Der Herr ist kein Hirte von Christopher Hitchens ein absolutes Muss. Neben Der Gotteswahn von Richard Dawkins und und und. Ehrlich, treffend, schneidend und sehr aufschlussreich. Gehört für mich definitiv mit auf die Liste.

Deutschland ein Wintermärchen

Als bekennendes Heinrich Heine-Fangirl musste nun natürlich noch ein Buch von ihm mit drauf. Einige (die meisten) werden wahrscheinlich den Kopf lieber gegen eine harte Backsteinwand schlagen, als zuzugeben, dass Heine einfach großartig zu lesen ist, aber kommt schon... Das ist Kunst in ihrer schönsten (und lustigsten) Form. Wer sich da in der Schule durchquälen musste, entschließt sich mir.




Ich bin ja grundsätzlich kein Fan davon, anderen Menschen zu sagen, welche Bücher ein Lese-Muss sind. (Sagte die Buchbloggerin, jaja...) Ich vertrete die Meinung, dass jeder seine persönlichen Ersatz-Bibeln unter den Büchern finden muss. Das sind meine, ich hoffe, ihr entdeckt dabei was Schönes.

Alles Liebe,
Antonia

Kommentare:

  1. Interessante Liste...Ich muss zu geben, nur zwei (acht, wenn jeder Teil von Harry Potter einzeln zählt) von der Liste gelesen zu haben, kommt aber auf die Wunschliste.
    Das ist ein erschreckend kurzer Kommentar. Ich bin geschockt von mir selbst.
    Einen schönen Freitag,
    Sally

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    1. Dafür war es ja auch ein relativ kurzer TTT-Post :DD (also wir hatten wahrscheinlich beide mehr oder weniger keine Roman-Kommentar/Post-Schreib-Attitüden :P)

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  2. Guten Morgen!

    Ich hab von deiner Liste nur die Harry Potter Reihe und Der Märchenerzähler gelesen, von beidem war ich begeistert!
    HP hätte eigentlich auch auf meiner Liste sein müssen, aber ich da wir ein ähnliches Thema schon mal hatten, wollte ich mal andere Bücher in den Vordergrund rücken, die auf jeden Fall auch einen zweiten Blick wert sind ;)

    Der Distelfink - den hatte ich schonmal auf der Wunschliste, hab das Buch dann aber wieder gestrichen. Ich kann mich da nicht so recht entscheiden, ob ich es lesen soll ... aber vielleicht findet es ja doch mal den Weg zu mir ^^

    Liebste Grüße, Aleshanee
    Meine Top Ten Liste

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    1. Guten Abend!

      Das finde ich auch sehr gut (Also, dass du eher ein paar "Geheimtipps" in den Vordergrund rücken willst). Die Kommentar-Stimmen, die ich bisher gehört haben, bestätigen zumindest mir, dass mir das wohl wenigstens ein bisschen geglückt ist. Die meisten Bücher von meiner Liste sind vielleicht nicht umbedingt komplett unbekannt, aber auf jeden Fall (zumindest größtenteils) nichts, was jeder gelesen hat.

      Ich bin ja selbst ein großer Fan von Donna Tartt und vom Distelfink. (Ernsthaft, nicht mehr viel und ich bastle einen Schrein oder so...) Aber mein Bruder ist an das Buch gar nicht rangekommen. Also da sind natürlich auch die Geschmäcker verschieden. Ich kann es aber - wie gesagt - nur empfehlen.

      Alles Liebe,
      Antonia

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  3. Hahah ja,

    Harry Potter ist bei jedem zu finden :D

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2015/11/top-ten-thursday-ah-tuesday-38.html

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    1. Was auch irgendwie kein Wunder ist xD Ich hab mir schon gedacht, als ich es geschrieben habe, dass Harry Potter wahrscheinlich bei den meisten dabei sein wird. Aber definitiv auch verdient :P

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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