5/11/2015

Montagsfrage: Kaufst oder leihst du Bücher?

Der Montag neigt sich schon bald wieder dem Ende zu und wenn ich an die doch relativ kurze Woche denke, wird mir schon fast wieder ein bisschen warm ums Herz. Schon ein Drittel Schule geschafft. Es gibt durchaus stressigere Montags-Billanzen. 

Außerdem treibt die Spannung auf die nächsten zweieinhalb Wochen die Zeit sowieso umso schneller vorbei. Grund? Ich mache (zusammen mit meiner Familie und einer Freundin) eine Smoothie-Entgiftungs-Kur. Diese Woche wird sich erst mal langsam herangetastet (also einen Smoothie zum Frühstück, einen zum Mittag als "Essens-Ersatz" und zum Abendessen eine leichte Mahlzeit und Obst, Gemüse und Nüsse als Snacks für zwischendurch), aber ab nächsten Montag geht es dann ganztägig mit Smoothies und den rohen Snacks zur Sache. Ernährungstechnisch bin ich ja durch meinen Vegetarismus schon ein bisschen abgehärtet, was Verzicht angeht (obwohl ich Fisch esse, was viele Vegetarier - aus durchaus auch plausiblen Gründen - nicht tun), aber sich bewusst über einen überschaubaren Zeitraum so zu ernähren, treibt einfach an zum Fragen-Stellen an die eigene Ernährung. Ich will die Sache vor allem dazu nutzen. Also zum Hinterfragen und vor allem bewusst essen. Das gerät nämlich in der Alltags-Hektik bei mir momentan ein wenig unter die Räder, was für mich einen eher unglücklichen Ist-Zustand darstellt. Aber nun gut... Wir sehen, wo die Sache hingeht. Ich halte auf dem Laufenden.

Aber nach einem kleinen Ausflug in die Ernährung geht's jetzt wieder zum eigentlichen Herzstück des Beitrags: Der Montagsfrage. Scheinwerfer. Applaus. Bühne frei. Irgendwie so.

Kaufst oder leihst du Bücher?

Ich kaufe. Primär. Ich liebe einfach das stundenlange (ja, stundenlange) Umherstreifen in Bücherläden, das Abwiegen, welche kleinen Schätze nun Teil meiner Mini-Bibliothek werden und dann das darauf folgende Taschenschleppen. Okay, Letzteres ist jetzt nicht so der ultimative Kick, den ich beim Buchkauf brauche - aber dank Amazon und Co. bleibt das ja heutzutage (*hüst* *Renterstimme* DIE JUGEND VON HEUTE!) auch meist erspart. 

Tatsächlich besuche ich auch durchaus gern Bibliotheken (also nicht meine eigene ;D) und verliere mich da in der vollkommenen Ruhe zwischen den Regalen. Und ja, dann leihe ich auch gern dort etwas aus. Der Geruch, das Immer-Wieder-Kommen. Auch auf seine kleine und feine Weise ein bisschen perfekt. Aber wenn ich mich in ein ausgeliehenes Buch verliebe, kaufe ich es meist später, einfach, damit es im Schrank steht, falls man es mal braucht. 

Jemand, der mit Büchern nicht so viel anfangen kann (Aber wie groß kann die Menge dieser Menschen auf einem Buchblog bitte sein?), wird jetzt wahrscheinlich mit dem Kopf schütteln, die Augen verdrehen oder einfach nur "Hä" denken - weil man einfach mit viel weniger Gesichtsmimik vor dem Laptop/Handy/Computer etc. sitzt, als man gern zugeben will. 

Es macht keinen Sinn. Man muss es nicht schön reden, ihm keine Nützlichkeit unterjubeln. Ich könnte eine Menge Geld und Regelplatz sparen. Und Plastiktüten (immer an die Umwelt denken!). Aber mit den schönen Dingen ist das eben so eine Sache: Müssen sie wirklich Sinn machen? Muss alles im Leben nützlich sein? Ich denke nicht. 

Manche Dinge muss man vielleicht nicht umbedingt besitzen - das ist ein ziemlich hartes und unpassendes Wort - aber einfach in der Nähe wissen. Mit Ratschlägen und Spontanleseergüssen. Einfach da. Und nicht in der Bibliothek ein paar Orte weiter.

Liebe Grüße,
Antonia

Kommentare:

  1. Huhu!

    Ich habe als Kind halbe Tage in der Bibliothek verbracht, aber inzwischen leihe ich mir hauptsächlich eBooks über die Onleihe aus. Dekadenter geht's ja eigentlich gar nicht mehr: man sitzt mit seinem eBook-Reader daheim auf dem Sofa und braucht sich keinen Schritt bewegen, um ein Buch auszuleihen...

    Aber ich kaufe auch immer noch gerne Bücher, alleine schon, weil ich meine Lieblingsbuchhandlung unterstützen will.

    LG,
    Mikka

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    Antworten
    1. Hallo :)

      Ja, ich könnte auch Stunden lang zwischen Stille und Büchern in der Bibliothek verschwinden. Das ist schon ein bisschen Urlaub für die Seele ;)

      Ich habe auch einen eBook-Reader, bei mir war er aber die letzte Zeit nicht so in Benutzung. Einige meiner Freunde sind aber auch begeisterte "Besucher" von Online-Bibliotheken und vor allem, wenn man viel unterwegs ist, hat es schon einen großen Vorteil so schnell und bequem (und günstig!) alle Lieblingsbücher um sich gescharrt zu haben.

      Die Unterstützung der kleinen Buchläden ist natürlich auch ein weiteres Argument für den direkten Kauf dort. Da hatte ich erst gar nicht dran gedacht, aber du hast recht - ich mache das auch öfter mit diesem Hintergedanken (obwohl ich wahrscheinlich immer noch mehr auf Amazon kaufe, als ich diesbezüglich sollte).

      Liebe Grüße~

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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