1/17/2015

[Antwort] Wölkchens Freitags Fragen (und noch was über Julie&Julia)


Hallo meine Lieben! 

Ich hatte jetzt vor, etwas tief philosophisches über das Scheitern und wieder Mut fassen und das Leben (denn es geht - seien wir ehrlich - immer irgendwann über das Leben) zu schreiben. Aber ich habe in letzter Zeit viel zu viel (oder - Witz lass nach - viel zu wenig) über irgendetwas geschrieben, als das ich jetzt noch mehr Herumphilosophiere in die Einleitung rühren muss. Dazu kommen wir noch früh genug, meine treuen Leser! (Okay, jedem, der in letzter Zeit nicht treu gelesen hat, sende ich trotzdem dein Dankeschön, denn ich habe mehr als wenig treu geschrieben. Und wer das überhaupt noch ließt, verdient noch viel nettere Bezeichnungen als treuer Leser.)

Ich (fast unverdaulich viele Abschnitte in Büchern/Blogeinträgen von mir gehen mit ich los. Gott, ich alter Narzisst. Ihr könnt ja mal drauf achten ;)) brauchte eine kleine Motivation und dank Julie und Julia habe ich die auch irgendwie wieder gefunden (jedenfalls für den Moment). Der Film hat mich vor einigen Jahren zu meinem ersten Blog bewegt und vielleicht - hach, wie wär das schön - gibt er diesem und mir jetzt genau den Schubs, den ich brauche. (P.S.: Der Film ist sehr empfehlenswert!)

Ich beantworte heute wieder Wölkchens (wundervolle) Freitags Fragen (ehrlich, sie sollte das "wundervoll" zum Titel hinzufügen. So eine schöne Alliteration. Und schon habt ihr eine meiner liebsten literarischen Stilfiguren kennengelernt. Was sind wir heute wieder bildungs-vorbildlich - ich bin sicher, dass diese Zusammensetzung auch irgendein total geniales sprachliches Mittel ist, aber ich weiß nicht, welches, also genießen wir einfach. Atmet ein. Lasst es euch auf der Zunge zergehen. BILDUNGS-VORBILDLICH. Haaaaaaah... Pffffffff... (Keine Imitation vom Einschlaf-Geräusch, sondern nur sehr kreativ gestaltetes Einatmen).)

(Ich - schon wieder - komme jetzt wirklich zum Punkt und entschuldige mich für meine Labertaschitis)

Die Bücherfrage 

Hörst du auch Hörbücher? - Warum/Warum nicht?

Die Antwort darauf ist: mäßig. Was für ein schönes, nichts-sagendes Wort. Ich würde mich nicht als Hörbuch-Hörer bezeichnen, weil ich in meinem Leben genau eineinhalb Hörbücher gehört habe (und von dem halben nicht wirklich begeistert war - deshalb auch nur eine Hälfte). Wahrscheinlich muss man beim Hörbuch-Hören einfach eine richtige Stimme erwischen. Wenn die Stimme nicht gut ist, geht der komplette Inhalt flöten, weil man sich permanent nur auf die Stimme fixiert und sich fragt: "WIESO ZUR HÖLLE SPRICHT ER NICO DI ANGELO ALS WÄRE ER EIN FÜNFJÄHRIGES MÄDCHEN?!" - man kann erkennen, ich bin etwas traumatisiert. Aber wenn man die richtige Stimme erwischt hat, ist es sogar mehr wert, das Hörbuch zu hören, als das tatsächliche Buch zu lesen (Die Känguru-Chroniken würde ich zum Beispiel vorziehen zu hören und nicht zu lesen, weil sie einfach unheimlich genial gesprochen sind.). 
Also wer von euch eine richtig gute Hörbuch-Stimme und Hörbuch-Umsetzung kennt, darf mich gern bekehren. Ich würde gern das Der Sohn des Neptun-Fiasko loswerden.

Die private Frage 

Glaubst du, du hast den schönsten Tag deines Lebens schon hinter oder noch vor dir?

Das ist eine exzellente Frage, die mal wieder sehr zum Philosophieren anregt (Was habe ich versprochen?). Ich kann darauf keine wirkliche Antwort geben, aber das soll ich auch gar nicht, denn es steht ja glauben und nicht wissen
Ich hatte schon viele großartige und schönste Tage in meinem Leben, für die ich über alles dankbar bin und mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurückblicke. Aber ich glaube, dass noch sehr viele, sehr schöne Tage vor mir liegen, die auf ihre Art und Weiße in ihren Momenten die schönsten sein werden. 
Und das muss ich glauben, weil ich weiß, dass noch schlimmere Tage kommen, als ich sie bisher erlebt habe, und wenn ich meine Hoffnung an Sinus-Kurven (ich wollte einfach einen mathematischen Begriff einbringen... ich meine Kurven im Allgemeinen) verliere, kann ich mich gleich in den dunklen Keller setzen und meinen Vorrat an Schokolade futtern. Und das macht nicht nur Pickel, sondern auch noch fett. 

Liebe Grüße,
Antonia

Kommentare:

  1. 'Mäßig' ist genauso ein schönes Wort wie 'mittelprächtig'... das musste ich jetzt einfach vorher noch loswerden!^^

    Ich höre auch keine Hörbücher, aber nicht, weil ich wegen der Stimmen Bedenken hätte, sondern weil ich einfach nicht mag. Mir macht selbst lesen schlicht und einfach viel mehr Spaß. In meinem Leben habe ich bis jetzt vielleicht 4 Hörbücher gelesen, Sprecher waren da einmal Tommy Jaud, einmal Christoph Maria Herbst und zweimal Frauen, von denen mir die Namen jetzt aber gerade nicht einfallen...

    Frage 2 hast du sehr schön beantwortet. - Irgendwie Antonia - typisch. ;-)
    Die meisten antworten oder würden hier antworten, dass je nachdem, ob der Hochzeitstag schon war oder erst stattfinden soll, er eben schon an genau diesem Tag war oder sein wird. (War das jetzt ein verständlicher Satz? *am Kopf kratz*)
    Naja... jedenfalls, ich als Unverheiratete will den Hochzeitstag bei Gott nicht schlecht reden, aber bin der Meinung, dass man in diesen Tag allgemein einfach zu viele Erwartungen hineinsteckt. Ist es nicht eigentlich so, dass besagter Tag nur deshalb als so schön empfunden wird, weil man >erwartet<, dass er so schön wird? Sprich, dass alles dafür GETAN wird, dass er schön wird. Daraus ließe sich folgern: Man KANN theoretisch JEDEN Tag zum schönsten seines Leben machen, wenn man aktiv etwas dafür tut!

    Alles Liebe ♥

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    1. Oh ja, mittelprächtig gehört auch in die Kategorie "Ich spreche, ohne was zu sagen und keiner kriegt's mit, bis er drüber nachdenkt." xD

      Ich habe auch mit Absicht nicht den Hochzeitstag genommen. Ich meine... Es wäre doch furchtbar, wenn der Hochzeitstag schöner wäre, als die ganze Ehe, oder? Und ich glaube, dass mein perfekter Tag eher unspektakulär ist. (Obwohl ich glaube, dass die Geburt von meinen Kindern - weit, weit in der Zukunft - sicher auch ein absolut schönster Tag ist (ich meine nicht die Wehen, sondern das im-Arm-halten)) Wahrscheinlich sitze ich an meinem perfekten Tag einfach mit meinen Lieblingsmenschen meinem Lieblingsrestaurant und wir reden Stunden über Stunden und Lachen und haben einfach Spaß. Das hat schon etwas von unspektakulärer Perfektion und das macht mich ganz happy, weil man dazu nicht eine teure Hochzeit veranstalten oder schwanger werden muss. Man ist einfach glücklich, weil es ein Gefühl und kein Ereignis ist. Und das ist toll.

      Liebe Grüße :)

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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