11/09/2014

Einigkeit und Recht und Freiheit [25 Jahre Mauerfall]


Hallo meine Lieben!


Ich hätte die Bedeutsamkeit des Datums heute fast vergessen, aber gegen halb vier ist es mir dann wieder eingefallen: Heute ist der 09.11., Tag der Deutschen Einheit. Irgendwas war da doch... 
Diese Gänsehaut-Momente, diese Tränen-in-die-Augen-treibenden-Bilder sind heute auf den Tag 25 Jahre alt. 25 Jahre! Die Gedanken fliegen und so tut es die Zeit. 

Ich bin fast ein Jahrzehnt nach dem Mauerfall geboren (im ehemaligen Ostdeutschland, übrigens) und ich habe das Privileg zu sagen und zu schreiben, was ich will, an Orte zu reisen, die für meine Eltern in diesem Alter nicht erreichbar waren, und ich habe eine Beziehung zu einem Jungen, der im ehemaligen Westdeutschland wohnt (und dessen Familie von dort auch stammt). Es ist verrückt, wie normal diese Dinge für mich und meine Freunde sind. Ich werde nicht gefragt, wie mein Freund und ich das mit dem Ost-West-Ding schaffen, sondern lediglich, wie das mit einer Fernbeziehung im Allgemeinen funktioniert. 
Ich bin nicht von einer Mauer eingesperrt, die mein Leben in eine vollkommen andere Richtung gelenkt hätte und das ist ein Privileg. Es ist ein Privileg, dass ich meinen Freund kennenlernen konnte, dass ich ans Gymnasium gehen und mein Abitur machen kann und dass ich ohne Probleme nach England reisen kann oder nach Frankfurt zur Buchmesse oder zum Skiurlaub nach Italien.

Wie die Menschen damals auf die Straßen gegangen sind und rebelliert haben, bewegt mich jedes Mal, wenn ich Bilder im Fernsehen sehe. Weil ich weiß, wie viel ich und meine Generation den Demonstranten und Rebellen von damals schuldig sind. Und wie wenig uns dies bewusst ist. Weil es keine große Rolle spielt. Weil für uns die Art, wie wir leben, vollkommen normal ist. Und das ist ein Glück, welches viele Menschen in vielen Ländern der Welt nicht haben. 

Natürlich sind nach der Wiedervereinigung auch einige Dinge schief gelaufen, zu schnell gegangen und viele Sachen haben sich auch verschlechtert (Arbeitsplätze etc.) - Mauern in Köpfen trennen uns teilweise immer noch. Und das ist etwas, an dem wir arbeiten müssen und durch die sozialen Netzwerke auch weiter werden. Unser Land wird immer mehr verknüpft. Immer mehr Menschen ziehen weg - in ein anderes Bundesland oder sogar ins Ausland. Weil wir es können.

Ich habe keine Ahnung, was der Morgen und die nächsten Jahre bringen. Ich weiß nicht, wie viele Mauern noch fallen und wie viele errichtet werden. Wir leben in einer schnellen, einer spannenden und einer gefährlichen Zeit. Es wird sicher viel passieren, was zukünftigen Generationen weitere Feiertage und Fernseh-Specials bescheren wird.
Aber heute geht es um Ost und West. Die Mauern, die eingerissen wurden und die, die wir uns noch vornehmen müssen. Ich will keine 'Zukunftsprognose' geben, weil das im Prinzip keiner kann. Aber ich denke und ich hoffe, dass wir auf dieser Welt immer weiter zusammenrücken und irgendwann kein Ost und kein West mehr existiert. In Deutschland. In der Welt. Lohntechnisch. Kopftechnisch. Freiheit ist eine Sache des Geistes und ich glaube, wir sind durch soziale Netzwerke - so viel man auch über sie meckern kann - auf dem besten Weg, mehr Gemeinschaft zu werden, mehr Einheit. 

Feiert eure Freiheit!
Antonia

Wind of Change (Acoustic)

Kommentare:

  1. Hallöchen :)
    Sorry für das Off Topic, aber ich wollte dich nur kurz darauf Aufmerksam machen das ich nächstes Wochenende eine Lesenacht veranstalte, und fragen wollte, ob du mitmachen willst. Es würde mich wirklich sehr freuen wenn du dabei wärst :) ♥
    Fantasy-Lesenacht die Achte - Lesen bis Aliens auf der Erde landen

    Finde es übrigens immer noch komisch dass der Mauerfall erst 25 Jahre her ist ^^

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    1. Huhu :3

      Ich hoffe, die Antwort kommt nicht zu spät (komme erst jetzt dazu), aber ich würde mich sehr freuen, bei der Lesenacht mitzumachen. Auch wenn ich nicht weiß, ob ich Schlafmütze tatsächlich bis 3:00 Uhr durchhalte (ich gebe mein Bestes xD)

      Liebe Grüße~

      P.S.: Habe die friedliche Revolution leider nicht selbst miterlebt. Bin ca. 9 Jahre zu spät gekommen - aber ich kann dieses Ewigkeits-Gefühl in der Beschränktheit der Jahre gut verstehen.

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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