9/26/2014

Kommet ihr Kinder - es ist Zeit für Wölkchens Freitags-Fragen [Antwort]


Hallo meine Lieben!

Heute war mal wieder ein mehr als langer Freitag. Grund dafür ist eher was Gutes: Heute war *Gesang von Scala, dazu Harfen und viel zu helles Licht im Hintergrund* Wandertrag. Hach, wie ist das schön. Obwohl ich ja Freitage an sich gern mag (2 Stunden Kunst, 2 Stunden Physik und 2 Stunden Deutsch - als würden meine Lieblingsfächer eine ganztägige Party feiern :'D). Trotz aller Freitags-Liebe und -Euphorie, bin ich trotzdem ausnahmsweise mal heilfroh gewesen, dass ich diesen Freitag keine Schule über mich ergehen lassen musste.

Die ganze letzte Woche hat - freundlich ausgedrückt - ziemlich geschlaucht und ich mache jetzt erst mal drei Kreuze, weil ich diese Woche überlebt habe. Okay, vielleicht ein bisschen melodramatisch ausgedrückt. Aber dafür bin ich ja bekannt.

Mit dem letzten Funken Kraft, zog ich mich, heißer keuchend, vorwärts. Angst durchfuhr meine Knochen, Wille, Mut, der Gedanke, dass Aufgeben in diesem Moment mein sicherer Untergang wäre. Es gibt Tage, an denen wir verlieren und Tage, an denen das keine Option seien kann, ohne dich umzubringen. Es muss funktionieren. Ich muss funktionieren. 

- Solche Sätze entstehen bekanntlich nur, wenn der Hauptheld eines Buches gerade von einer giftigen Feuerbressel* gebissen wurde, sich das Bein abgebunden hat, das Gift aber trotzdem langsam den Körper lähmt und der Held dem Tod nahe ist (man könnte auch sagen, es hat sich fast "ausgeheldet" - bitte Applaus für meine Wortneuschöpfung). Oder so etwas kommt, wenn eine übermüdete Bloggerin ihren Leidensweg zum Wochenende beschreibt. Kann man so oder so sehen, aber letztendlich läuft es auf so ziemlich das selbe hinaus: Tod und Verlust (Aber läuft nicht alles auf das Ende hinaus - also auf Tod und Verlust? - ich lasse das jetzt einfach mal so als philosophische Frage des Tages im Raum stehen. Wer will, kann ja jetzt drüber verzweifeln.)

Aber heilige Hornhautverschiebung (noch ein Wort, welches ich mir gerade ausgedacht habe, Mensch, ich bin aber auch ein Kreativitätsbündel um diese Uhrzeit - HA! Da war schon das Nächste! Wie auch immer...) - ich weiche (mal wieder) vom Thema ab. Obwohl ja mittlerweile klar sein sollte, dass das - neben Melodramatik - auch eine wichtige, überlebenswichtige Eigenschaft meinerseits ist.
Nun aber zu den Fragen:

Die Bücherfrage:
Schreibst du Rezensionen zu Büchern? - Inwiefern lässt du dich selbst von Rezensionen beeinflussen?


Zum ersten Teil der Frage: Man sollte es nicht glauben, aber tatsächlich existieren hier auch noch ein paar - fast schon prähistorische - Rezensionen. Morgen kommt - nach sage und schreibe gut 2 Monaten (Antonia war faul) - GANZ FEST VERSPROCHEN! - die Rezension zu "Alcatraz und die dunkle Bibliothek" (habe ich heute auf meiner Fahrt nach Leipzig und wieder zurück extra mitgenommen und fertiggelesen).

Zum zweiten Teil der Frage: Ich lasse mich - und das gefällt mir eigentlich gar nicht - ziemlich stark von Rezensionen beeinflussen. Ganz extrem ist es bei den Amazon-Bewertungen, die mich ganz oft zum Kauf, bzw. Nicht-Kauf eines Buches bewegen. Ich kann schon totale Euphorie für ein Buch empfinden und ein paar von Stimmungsschwankungen und Geschmacksverirrungen betroffene Rezensionisten (NOCH EINS!) versauen mir dann alles. Deshalb versuche ich den Amazon-Bewertungen aus dem Weg zu gehen. Von Blogs lasse ich mich dann schon lieber "leiten", weil es da in den Rezensionen schon noch einen Zacken tiefer geht und es dann im Endeffekt auch wirklich eine fachlich kompetente Wertung gibt.

Die private Frage:
Abgesehen von Bücherblogs, welche Blogs liest du noch?


Im Moment nicht so viele (ich lese ziemlich viele Bücherblogs, aber aufgrund von chronischem Zeitmangel leider nicht so oft und regelmäßig, wie ich das eigentlich gern hätte). Momentan lese ich gern - und täglich - den Blog von LiBROMANiE (www.libromanie.de) - ist jetzt nicht auf blogger oder so, aber ich zähle es mal unter Blog, der sich nicht ausschließlich mit Büchern beschäftigt. Und das vor allem, weil die Artikel nicht so extrem lang und Gehirn-zum-explodieren-ausreizend sind (davon habe ich genug Lese- und Schulstoff). Und auf Empfehlung unserer Deutsch-Referendarin hin, bin ich gerade dabei mich an den ZEIT-Blog heranzutasten. Mal sehen, was daraus so wird.


Nun gut, das war's dann auch schon von mir. Ich wünsche euch noch einen schönen Freitag,
Liebe Grüße,
Antonia

*hierbei handelt es sich um eine vom Aussterben bedrohte Tierart aus der Familie der cave canem***, hat grundsätzliche Ähnlichkeit mit einem Hund, deshalb auch die lateinische Bezeichnung "falscher Hund" (ja, das ist nicht nur ein leckeres Gebäck, sondern auch noch der übersetzte Name der im europäischen Raum vor allem unter "Feuerbressel" bekannten Tierart). Einziger und primärer Unterschied: Diese "falschen Hunde" sind sehr klein (etwa 25-30cm groß) und reagieren grundsätzlich - man vermutet tatsächlich aufgrund ihrer geringen Größe - aggressiv auf "Feinde" (das können auch einfach unschuldige Wanderer sein - man darf sich das mal vorstellen, da wandert man und plötzlich fällt einen ein kleiner Hund an) und beißen diese dann, injizieren damit Gift (welches angeblich wie Feuer brennt - deshalb "Feuerbessel" - Feuer wie Feuer und bressel - eine altdeutsche Form des Wortes "Biss", bzw. "beißen") und wenn dieses nicht entfernt wird, kann es langsam lähmen. Aber wie gesagt: sehr seltene Tiere und eher nicht in unseren Breitengraden zu finden. Ja, so etwas lernt man in der 11. Klasse im Bio-Unterricht**














**Spaß, ich denk mir nur gern so was aus - Feuerbresseln existieren nicht
*** ja, auch hier habe ich geflunkert. Cave canem ist zwar tatsächlich Latein, aber es heißt nicht "falscher Hund", sondern "Hüte dich vor dem Hund!" - ein Ausspruch, der auf einem Bodenmosaik in Pompeji gefunden wurde. Das ist jetzt aber wirklich kein Witz, so etwas weiß ich, weil das bei mir im Lateinbuch stand (Ja, ich lerne Latein :'D)

Kommentare:

  1. Hallöchen!
    Ich hab sehr viel geschmunzelt bei deinem Geschreibsel und den Neologismen :D Du hast eine tolle Phantasie, um die ich dich beinahe beneide: ABER wenn es spät wird lege ich auch so los, nur, dass ich selber nicht mehr weiß, was ich schreibe :D Ist das ein Fluch oder ein Segen? Keine Ahnung. :)

    Viel Erfolg wünsche ich dir für deine morgige Rezension! :)
    Und liebe Grüße :)

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    1. Huhu!

      Super, genau diese "Ich hab sehr viel geschmunzelt"-Reaktion, wollte ich auch :'D
      Ja, ich bin ja ein ziemlicher Nacht-Mensch, da geht die Phantasie dann ganz besonders mit mir durch. Ob Fluch oder Segen? Ich würde sagen, manchmal beides. Ich habe zwar immer einen beiden Spaß dabei, aber von Zeit zu Zeit, kann man auch schon mal verzweifeln, wenn die Gedanken zu tief und um zu viele Ecken gehen :')

      Danke, danke. Hätte sie heute noch geschrieben, aber a) lassen sich jetzt keine guten Bilder mehr machen (weil zu dunkel) und b) dauert mir das zu lang.

      Liebe Grüße zurück,
      Antonia :)

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    2. Deswegen habe ich nachts auch immer einen College-Block oder ein Notizbuch neben mir liegen. Manchmal packt einen so eine komplett bescheuerte Idee, sodass ich nicht schlafen kann, wenn ich sie nicht vor der Vergessenheit bewahre. Morgens merke ich dann, dass die Idee komplett bescheuert war und ich umsonst nicht schlafen konnte. :D

      Nochmal liebe Grüße :D

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  2. Hallo Antonia,

    deine nächtlichen, übermüdeten und kreativen Ergüsse sind jedenfalls sehr unterhaltsam geschrieben. Auch deine Wortneuschöpfungen sind wie immer der Hammer. Am besten gefällt mir ja "ausgeheldet". ;-D

    Auf meinem Blog hast du ja schon ein bisschen "angedeutet", dass du Jonas Jonassons Die Analphabetin schon gelesen hast. Wie lange ist das bei dir denn schon her? Und gibt es irgendwo eine Rezension von dir dazu? :-) Ich hab das Buch nämlich von meiner Oma Weihnachten 2013 geschenkt bekommen und bis jetzt lag es leider auf meinem SuB.

    Alles Liebe ♥
    Janine

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    1. Huhu Janine,

      haha, danke, "ausgeheldet" finde ich auch Duden-tauglich xDD

      Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich das Buch noch nicht fertig gelesen habe. Bin bereits vor vielen Monaten über die Hälfte gekommen, musste dann aber aus irgendwelchen Gründen aufhören und seitdem liegt es noch angefangen und unfertig bei mir herum :/ - werde mich wohl in den Herbstferien mal damit auseinandersetzen und wenn's fertig gelesen ist, gibt's bestimmt (hoffentlich) dann auch eine Rezension dazu...

      Liebe Grüße,
      Antonia :)

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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