8/04/2014

[Gedankenschnipsel] eReader

Hallo meine Lieben!

Nach eher weniger als mehr Blogeinträgen in letzter Zeit möchte ich mich heute dem Thema eReader zuwenden.

Ja, diesbezüglich spalten sich die Meinungen unter Bücherfreunden ziemlich gewaltig. Vom fehlenden Buchgeruch, über das "Blättererlebnis" - seien wir mal ehrlich, zum perfekten Lese-Feeling gehört eben nicht nur die bloße Geschichte. Aber es gibt ja nun wirklich auch gute Gründe, die für eReader sprechen.

Ich habe mir dieses Thema auch ausgesucht, weil ein positiver Aspekt von eReadern mit meiner momentanen Ferien-Situation nah zusammenhängt. Der Grund, weshalb die Einträge in letzter Zeit eher abgenommen haben, ist nämlich damit begründet, weil ich im Pack- und Verreisefieber war. Eine Woche Besuch bei meiner Tante und dieses Mal überraschend mit Büchern zurückgehalten (zwei Stück sind dabei: Der Distelfink und Tschick). Der eReader dieses Mal nicht. Aber da ich ca. 2-3 Mal im Jahr für eine Woche in der Weltgeschichte herumreise und man praktisch nie genug Bücher dabeihaben kann, hat es schon einen gewissen Vorteil ohne Probleme gleich ein paar Hundert in der Tasche zu haben. Und das auch noch ohne anschließenden Bandscheibenvorfall.
Diese flexible und vor allem große mögliche Auswahl an Büchern auf Reisen oder einfach so unterwegs ist mein persönlicher Hauptgrund, weshalb ich eReadern nicht vollkommen feindlich gegenüberstehe. Obwohl ich die "echten" Bücher zum Anfassen doch vorziehe.

Andere Gründe für eine Anschaffung wären das im Vergleich zum Buch oftmals geringere Gewicht (ja, es gibt Menschen, die ein schweres Buch aus gesundheitlichen Gründen nicht lang, bzw. gar nicht halten können), das schnelle Beschaffen von Büchern (ein Wochenende auf eine Amazon-Buchvorstellung warten kann auch wirklich sehr nervenaufreibend sein), die Tatsache, dass für den eReader keine Bäume abgeholzt werden müssen* (*aber wer weiß schon, was hier die Umweltsünden sind...) und die Tatsache, dass man diverse Klassiker bei Amazon und Co. kostenlos heruntergeladen bekommt (noch jemand hier, der sich über kostenlose Heinrich-Heine-Gedichtzusammenfassungen wie ein kleiner Schneekönig freut?).

Trotzdem muss ich noch einmal dieses Lese-Feeling erwähnen. Einigen mag das mehr, anderen weniger wichtig sein, aber ich liebe diese Magie, die Bücher an sich haben und die kein eReader der Welt vollkommen herüberbringen kann. Ich kenne aber genug pragmatischere Leute als mich, was das angeht, die das Lesen auf eReader oder iPad mit Abstand vorziehen und für die die Geschichte uneingeschränkt im Vordergrund steht - auch eine Art Buch-, bzw. Lebensphilosophie, oder?

Na ja... Höchstwahrscheinlich kann man keine richtige oder falsche Antwort zu diesem Thema finden. Aber deshalb ist die Titelüberschrift ja auch "eReader - meine Meinung" und ich würde mich freuen, wenn ihr eure hier oder auf eurem Blog darüber teilen könntet.

Bis dahin, ganz liebe Grüße,
Antonia

P.S.: Ich habe jetzt Der Distelfink von Donna Tartt begonnen und bin ein bisschen geflasht. Mir fällt bisher nicht viel zu dem Buch ein (ich bin aber auch noch ganz, ganz weit am Anfang), außer vielleicht das Wort intelligent. Ja, intelligent trifft es wirklich.

P.P.S.: Ich besitze übrigens einen knuffigen, in eine pinke Schutzmappe (???) eingefassten Kindle Paperwhite. Bild folgt, sobald ich wieder in heimischen Gefilden bin und Fotos von ihm schießen kann.

Kommentare:

  1. Ich persönliche besitze nicht nur einen eReader, sondern gleich zwei, einen stinknormalen Kindle (schon der zweite seiner Art, der erste ist auf...äh...wundersame Weise kaputt gegangen) und einen Fire. Ich lese aber mehr auf dem Fire, da die Cover da besser zur Geltung kommen und außerdem man leichter Dinge markieren kann.
    Ich sehe das ähnlich wie du, Bücher, die ich wirklich will, kaufe ich mir immer als "echtes" Buch und auf meinen Fire kommen mehr billige E-Books, die es meistens gar nicht als gebundene Bücher gibt. Für den Urlaub ist es auch mehr als praktisch.

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    1. Ich habe meinen Paperwhite - muss ich ehrlich zugeben - schon seit Monaten nicht mehr wirklich benutzt. Das war aber vor allem der Tatsache geschuldet, dass ich privat eher weniger gelesen habe, da ich vor allem mit Büchern für meine Seminarfacharbeit beschäftigt war und da das Kaufen des "richtigen" Buches meist mehr Sinn macht als ein eBook.

      Demnächst stehen bei mir auch keine längeren Reisen an, ich muss also mal schauen, ob und wann das gute Teil mal außerhalb seiner üblichen Benutzungs-Zone zum Einsatz kommt...

      Ich finde eReader trotzdem immer noch sehr praktisch, auch wenn ich wahrscheinlich - sollte ich denn mal Zeit haben - in nächster Zeit erst mal meinen Stapel "richtiger" Bücher abbauen werde.

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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