7/28/2014

Rezension: "Die Märchen von Beedle dem Barden" von Joanne K. Rowling


Hallo meine Lieben!

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mich packt von Zeit zu Zeit das Harry Potter-Fieber und dann lasse ich mich in eine ruhige Ecke sinken, lese den 3. Band noch mal, weil Sirius einfach toll ist (und Harry Potter so viel wichtiger als Prüfungsvorbereitung *hüstel*) oder kaufe mir einen originalgetreuen Sirius Black-Zauberstab (*hüstelhüstel* rein hypothetisch... *natürlich nicht* *Bild liegt bei*).

Gestern war mal wieder so ein Nostalgie-Tag und ich habe meine Liebe zu Harry Potter wiederentdeckt. Dieses Mal blieben aber alle 7 Hauptbücher verschont und mein Interesse galt dem Zusatzbuch "Die Märchen von Beedle dem Barden", die ich gestern noch mal komplett durchgelesen habe (okay, die 106 Seiten sind sind ja auch nicht allzu viel).
Und deshalb bin ich heute - genauso spontan wie das Lesen des Buches gestern - auf die Idee gekommen, doch mal eine Rezension zu dem Zusatzbuch und nicht zur Hauptreihe zu schreiben (obwohl ich sicher bin, dass ich mir die Hauptreihe bei Gelegenheit auch noch einmal vornehme).

Okay, dann legen wir mal los...

Die Autorin
Wer kennt sie nicht? Joanne K. Rowling (die eigentlich nur Joanne Rowling heißt, das "K." steht für "Kathleen", Vornamen der Großmutter, selbst hinzugefügt), vor allem bekannt für ihre generationsprägende Harry Potter-Reihe, die von 1998 bis 2007 veröffentlicht wurde und sich einschließlich der Zusatzbücher (siehe unten) ca. 500 Millionen Mal verkauft haben.
Bereits 2001 (gibt es noch jemanden, außer mir, der davon überrascht ist, dass die Bücher schon 2001 erschienen sind?!) wurden dann die ersten beiden "Zusatzbücher" zu Harry Potter - "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" und "Quidditch im Wandel der Zeiten" - veröffentlicht, die, wie "Die Märchen von Beedle dem Barden" (2008 veröffentlicht) auch im Buch erwähnt werden, bzw. zumindest bei Letzterem eine wichtige Bedeutung in den Büchern haben.
Momentan veröffentlicht J.K. Rowling überwiegend Kriminalromane, auf die sie sich in nächster Zeit wohl auch erst einmal konzentrieren will (Quelle: Artikel bei n-tv.de). De facto sieht es für Potterheads* wohl momentan etwas düster aus, auch wenn die angekündigte Reihe rund um Newt Scamander, dem fiktiven Autor von "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind", und Pottermore (inklusive erst letztens veröffentlichten Kurzgeschichte) doch ein kleiner Hoffnungsstrahl am Horizont sind.

Die Geschichte hinter der Geschichte
Da sich diese Rezension auf "Die Märchen von Beedle dem Barden" bezieht und nicht auf die Harry Potter-Reihe an sich, werde ich mir die "Geschichte hinter der Geschichte" zur HP-Reihe aufsparen und euch stattdessen von meiner Klassenfahrt im September 2013 erzählen.
Warum von der? Weil ich auf dieser Fahrt einige längst überfällige, HP-spezifische Anschaffungen tätigte, zu denen auch "Die Märchen von Beedle dem Barden" zählten.

Gekauft habe ich das Buch im Elbenwald in Berlin (wer den Laden suchen sollte: ist ganz in der Nähe vom Alexanderplatz, im "Alexa", einem Kaufhaus, in dem ihr nebenbei bemerkt auch so richtig schön einkaufen und mit Starbucks und Subway jeglichen Hipster-Neigungen nachgehen könnt). Wer allerdings keinen Elbenwald-Laden in der Nähe hat (wie ich), kann das Buch auch einfach so irgendwo bestellen oder mal im örtlichen Buchladen nachfragen. Ich bin sicher, dass jeder etwas größere auch die Harry Potter-Zusatzbücher verkauft.
Ich war ohnehin eigentlich auch nur im Elbenwald, weil ich mir mit einer Freundin einen Zauberstab kaufen wollte. Wenn ihr so etwas wollt, wird's dann schon etwas schwieriger. Hier empfehle ich die Internetseite vom Elbenwald (klick). Aber um euch einen originalgetreuen Zauberstab für 30-40 € zu kaufen, müsst ihr schon wirklich eingefleischte Fans sein (es gibt eine Menge Klassenkameraden von mir, die meine Freundin und mich deshalb immer noch für vollkommen geistesgestört halten).

Das Buch (außen, Randfakten)
"Die Märchen von Beedle dem Barden" ist das bisher (aber hoffentlich nicht bis in alle Ewigkeit) letzte Buch, welches J.K. Rowling aus dem Harry Potter-Universum veröffentlichte. Das englische Original ist 2008 bei Lumos, in Zusammenarbeit mit Bloomsbury Publishing Plc, London, erschienen. In Deutschland sicherte sich der Carlsen Verlag, Hamburg die Rechte (wie auch bei den anderen Harry Potter-Büchern). Die Kosten für das Buch halten sich eher in Grenzen: die gebundene Ausgabe kostet bei Amazon 12,90 €, das Taschenbuch (wie ich es besitze) 6,99 €.
Auf den letzten Seiten des Buches - wie auch bei den Vorgängern "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" und "Quidditch im Wandel der Zeiten" - erfährt man von den wohltätigen Zwecken, die durch die von den Büchern erzielten Einnahmen unterstützt werden. Bei den beiden Vorgängern stammte das kurze Nachwort von J.K. Rowling selbst und bezieht sich auf Comic Relief. Bei "Die Märchen von Beedle dem Barden" stammt das Nachwort von Richard Alderslade, dem Geschäftsführer der Organisation Lumos, einer von J.K. Rowling mitbegründeten Organisation, die sich vor allem zum Ziel gemacht hat, das Leben benachteiligter Kinder zum positiven zu verändern.

Wenden wir uns nun dem Buch-Design zu. Hier möchte ich im Besonderen erwähnen, dass die Schrift in einem tintenähnlichen Dunkelblau gehalten ist, nicht wie üblich in schwarz. Ich liebe solche kleinen Besonderheiten und dieses kleine Extra an Design versüßt mir persönlich jede Seite umso mehr. Wer also immer auf diese Idee kam: Vielen Dank, mir gefällt's. (Ich gehe mal davon aus, dass die Schriftfarbe in der englischen Originalausgabe auch so ist, was in Verbindung mit dem wunderschönen Cover - besser als im Deutschen, wenn ihr mich fragt - natürlich noch schöner ist und mehr Sinn macht.)
Ansonsten ist das Buch im Stil von "Quidditch im Wandel der Zeiten" und "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" gehalten, hat auch die selbe Höhe (zumindest im Taschenbuchformat) und sieht zusammen im Schrank ganz großartig aus.

Das Buch (innen)
Ich rezensiere "Die Märchen von Beedle dem Barden" natürlich nicht nur aus reinem Zufall heraus. Genauso gut hätte ich mir auch die anderen beiden Zusatzbücher vornehmen können. Aber ich widme mich diesem Buch, weil ich es am ehesten für massentauglich halte. Das ist wirklich nicht abwertend gemeint, aber um "Quidditch im Wandel der Zeiten" oder "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" zu lesen, muss man schon wirklich ein eingefleischter HP-Fan sein.
Die Märchen kann man, meiner Meinung nach, am ehesten lesen, ohne die HP-Reihe schon auswendig zu können. Und ich würde sogar so weit gehen, dass "Die Märchen von Beedle dem Barden" absolut Geschichten-erzähls-tauglich sind, ohne überhaupt die Reihe zu kennen. Und sollte ich mal in die Situation kommen, Kindern Geschichten vorlesen zu müssen, lasse ich die Gebrüder Grimm im Schrank und greife zu J.K. Rowling (obwohl ich ein paar Märchen für kinderuntauglich halte).

Bei meiner hypothetischen, in der Zukunft stattfindenden Märchen-Stunde, werde ich dann höchstwahrscheinlich auch die Kommentare und Fußnoten von Dumbledore oder Rowling selbst weglassen. Wie auch bei den beiden Vorgängern aus dem HP-Universum, machen aber gerade solche Randnotizen, Fußnoten oder ganzen Anmerkungen (siehe Dumbledores Anmerkungen bei "Die Märchen von Beedle dem Barden") den Charme aus, für die Fans der Reihe ebendiese auch lieben. Wer also als Fan der Reihe dieses Buch liest und nur daran denken sollte, eine Fußnote oder eine Anmerkung auszulassen, verpasst ca. 75-85% der lustigen Insider. Und das wäre wirklich jammerschade. Also liebe Seiten-Überspringer - reißt euch zusammen, ihr werdet es nicht bereuen.

Wer sollte dieses Buch lesen?
Potterheads, gern auch im Teenageralter, weil Märchen wie "Des Hexers haariges Herz" untauglich für Kinder sind (obwohl es sicher auch Kinder gibt, die eine höher angelegte Grusel-Schwelle besitzen, als ich - aber dazu gehört auch nicht so viel dazu...), aber es gibt auch Märchen, die lustig sind, gut ausgehen und von denen man als 8-jähriger keine Albträume bekommt - also keine Angst!
Wie schon erwähnt, würde ich auch Harry Potter-Unkenntlichen dieses Buch ans Herz legen, da es eben Märchen sind, die auch unabhängig von der Geschichte funktionieren können. Wer dann aber mit dem Gedanken spielt die Märchen auch mit seinen Kindern zu teilen, sollte vorher darauf achten "Des Hexers haariges Herz" und eventuell auch "Das Märchen von den drei Brüdern" auszulassen (übrigens das einzig relevante Märchen im 7. HP-Teil und -Film), obwohl zumindest Letzteres nicht allzu kriminell ist.


Links 

"Die Märchen von Beedle dem Barden" bei Amazon
"Die Märchen von Beedle dem Barden" bei Thalia

"Quidditch im Wandel der Zeiten" bei Amazon
"Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" bei Amazon
Harry Potter-Schuber, Teile 1-7 (Bücher im neuen Design)

J.K. Rowlings Internetseite
Pottermore (für Harry Potter-Fans)
Kurzgeschichte "Dumbledores Armee bei der Quidditch-Weltmeisterschaft wiedervereint" von J.K. Rowling auf Pottermore
Zauberhogwarts (für alle Harry Potter-Fans, denen Pottermore nicht reicht)


So, ich schätze, dass war jetzt erst einmal genug Harry Potter-Zeug um einen Tag auszufüllen. Jeder Potterhead ist dazu angehalten auch seine Meinung zu Büchern, Zusatzbüchern und jeglichem anderen Harry Potter-Zeug zu teilen. Und alle, die noch Potterheads werden wollen, hoffe ich mit dieser Rezension eine kleine Hilfestellung für einen schnellen Einstieg gegeben zu haben.

Liebe Grüße, 
Antonia

*Potterheads: Die Fangemeinschaft rund um das Harry Potter-Universum

(oberes Buch: "Quidditch im Wandel der Zeiten";
unteres Buch: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind." -> beide für große Fans der Reihe geeignet)


Kommentare:

  1. Hi :)
    Ich bin über lenaliest.de auf deinen Blog aufmerksam geworden und es gefällt mir ziemlich gut hier und ich bin gleich mal Follower geworden :) ... Ich mag deinen Humor :D
    Ich bin ebenfalls ein absoluter Potterhead und kann deine Ansichten total verstehen und nachvollziehen! ;)
    Vielleicht magst du ja bei mir auch mal vorbeischauen? meinelesechallenges.blogspot.de
    Liebe Grüße!
    Mareike :)

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    1. Huhu Mareike :)

      Das freut mich sehr zu hören (zum einen, dass du jetzt öfter vorbei schaust und zum anderen, dass du meinen Humor magst). Als Potterhead bist du hier natürlich noch viel mehrer als mehr willkommen. Und bevor ich weiter Steigerungsformen erfinde, beende ich diese Antwort und wünsche dir noch ein schönes Mini-Restwochenende.

      Alles Liebe,
      Antonia

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  2. Ich wollte dieses Buch vor einiger Zeit lesen...hab das aber irgendwie aus den Augen verloren. Ich bin jetzt nicht der größte Potterhead, ich liebe die Reihe trotzdem. Auch wenn ich nie 30-40 Euro für einen Zauberstab ausgeben würde, wenn würde ich mir einen Zeitumkehrer anschaffen, die sind aber bestimmt auch nicht gerade billig...

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    1. Währen die Zeitumkehrer nicht so unverschämt überteuert (also die richtig ordentlichen aus dem Elbenwald etc.), hätte ich so einen wahrscheinlich auch schon... Eigentlich wollte ich mir zu unserer Studienfahrt nach Berlin am Ende der 11 einen original-Filmrequisiten-Ravenclaw-Schal kaufen, aber 50 € waren mir dann einfach zu unverschämt teuer. Mal sehen, vielleicht stricke ich mir mal einen selbst. Vorausgesetzt, ich lerne endlich mal, wie man strickt...

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Danke, dass ihr durch eure Kommentare aktiv zum Training von Antonias Sprunggelenken beitragt. Sollte sie nach eurem Kommentar länger nichts posten, liegt es nahe, dass sie sich beim Rückwärts-Flick-Flack nach dem Entdecken einen Wirbel ausgerenkt hat.

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